Ein kleiner Ausflug zu XDCAM EX

11. März 2010

Seit ein paar Wochen bin ich Besitzer einer Sony PMW-EX1R: ein Camcorder, der als 2.Kamera prima zur PDW-700 paßt. Die Kamera wird ja im Netz hinreichend beschrieben, hier soll es zum einen um den neuen SD-Karten Adapter (MEAD-SD01) gehen, dessen Erscheinen einen Paradigmenwechsel in der Sony-Philosophie bedeutet: zum ersten Mal darf man offiziell einen SD-Karten-Adapter verwenden (auch wenn die Slow-Motion-Fähigkeiten nicht nutzbar sind). In Verbindung mit einer 32 GB-Class10-SDHC-Karte (z.B. von extreMemory) kommt man dann auf ca. 100 min. Aufzeichnungsdauer für relativ geringes Geld (Adapter ca. 100 € +  SDHC-Karte ca. 82 €). Im Vergleich dazu kostet eine Sony Express-Karte (SBS-32G1) fast 500 €! Um den Adapter einsetzen zu können, muß die Firmware der EX-Camcorder aktualisiert werden: hier findet man die entsprechenden Downloads für die 4 EX-Camcorder PMW-EX1, EX1R, EX3 und PMW-350. Die Zip-Dateien enthalten auch Anleitungen zur Firmware-Installation. Bei mir hat die Aktualisierung meiner EX1R auf Version 1.1 problemlos geklappt. Neben geringeren Kosten gibt es einen weiteren Vorteil der SDHC-Karten: viele Notebooks und Computer haben keinen Express-Card-Slot, aber einen SD-Card-Reader: so geht das Einlesen zwar langsamer,  aber man kann parallel (auf einer anderen Karte) schon weiterdrehen. Übrigens: den Cardreader SBAC-US10 finde ich in der Praxis ziemlich absurd, da er auf Netzstrom angewiesen ist.

Zum anderen soll es hier um den XDCAM EX Clip Browser 2.6 gehen: er ermöglicht das Vorschauen und Kopieren von EX-Clips (die Sony in MP4-Container gepackt hat, obwohl MPEG-2 drinsteckt). Interessant wird die Sache, wenn man Besitzer eine PDW-U1-Laufwerks ist: damit lassen sich EX-Clips auf Professional Disc sichern. Und zwar zum einen per Direktkopie ins “User Data”-Verzeichnis auf der Disc (Tool-Options-General-”User Data” anklicken). Dann bleiben die Clips in ihrem MP4-Container.

Die andere Möglichkeit ist, sie als XDCAM-Clip (also inklusive Proxies (!) und dann als MXF-Files) zu speichern (Tool-Options-General-”Clip” anklicken). Zusätzlich wählt man unter dem Karteireiter “Conversion” das Format aus, in das gewandelt werden soll (man kann z.B. auch in 50 MBit 4:2:2 “hochkonvertieren” – sinnvoll erscheint mir aber die Einstellung 35 Mbps und 4:2:0 (und je nach Aufnahmeformat “x720″ oder “x1080″). Die Qualität der gewandelten Clips ist sehr gut, schließlich werden die MPEG-2-Clips ja eigentlich nur “umverpackt” (und zusätzlich MPEG-4-Proxi-Files erzeugt).

Und jetzt kommt der Haken: um ohne eingeblendetes Logo konvertieren zu können, muß man ein Plugin von MainConcept erwerben: hier geht es zur Bestellung (279 €). Allerdings kann man Langzeit-Sicherheitskopien auf Professional Discs erstellen, die prima in einen XDCAM-HD-Workflow passen, inklusive Vorschau-Proxies.

Mein Vorschlag für eine User-Menu Konfiguration

10. März 2010

Ich möchte gerne meinen USER-Menu-Vorschlag vorstellen und diskutieren (es geht hier um das selbst konfigurierbare User-Menu der PDW-700/PDW-F800). Ich habe folgende Seiten an den Anfang gestellt:

Auf Seite U01  “File Load”, um schnellen Zugriff auf die abgespeicherten All-Files auf dem Memory-Stick zu haben.

Auf U02: “Format”, um vor dem Dreh erst einmal das richtige Format einzustellen.

U03: “Clip Title”: vor Drehbeginn den Titel-Prefix eingeben und evtl. den Zahlenanhang “nullen”

U04: “Scene-File”: meistens drehe ich auf “Standard”, aber hier habe ich Schnellzugriff auf Hypergamma.

U05: Zur Kontrolle: hat sich das richtige “Lens File” automatisch eingestellt?

U06: “Memory Rec”: falls kein USB-Stick zur Proxy-Aufzeichnung verwendet wird, stelle ich Memory Rec auf  “disable”, damit der Camcorder nicht unnötig nach dem Stick sucht.

Und das war’s auch schon: mit diesen 6 Seiten habe ich den Camcorder drehbereit eingestellt. Alles andere wurde ja im ersten Schritt schon vom Memory-Stick geladen.

Sucher

10. März 2010

Sony kann mittlerweile 4 verschiedene Suchermodelle zu seinen Camcordern PDW-700 und PDW-F800 ausliefern: zum einen die beiden s/w-Sucher HDVF-20A und HDVF-200, zum anderen die beiden Farbsucher HDVF-C35W/U und HDVF-C30WR.

Die meisten Kunden entscheiden sich für den HDVF-20A: hier ist alles wie gewohnt – 500 Linien Auflösung, einen 2-Zoll-Röhrenmonitor, bekanntes Design – zu einem Preis von ca. 4.300 €.

Die billigere Variante HDVF-200 bietet zum Preis von ca. 2.750€ immerhin noch 480 Linien Auflösung, dafür kommt er im Design der Professional-Produkte daher.

Der HDVF-C35 bietet einen 3,5-Inch-LCD-Bildschirm mit aufsteckbarer Sucherlupe und einem elektronischen 3fach-Zoom, um die Schärfe sicher beurteilen zu können. Preislich bewegt sich der in der Breite recht unförmige Sucher (mit Mikrofon) bei ca. 6.700 €.

Sony HDVF-C30WR

Mein Favorit ist allerdings der HDVF-C30WR: für knapp 7.400 € bietet er (ohne Mikrofon und Mikro-Halterung!) ein 2,7-Zoll LCD-Display mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixel. Eigentlich wurde er für die High-End-Kameras F23 bzw. F35 gebaut und so sieht das über jeden Zweifel erhabene Bild auch aus: die Farbwiedergabe ist sehr realistisch, eine 2- bzw. 4fach-Vergrößerung (“Pixel to Pixel”) erlaubt exaktes Scharfstellen, eine “intelligente” Peakingfunktion hilft dabei ebenfalls: im Focus ist das Peaking klar erkennbar, ansonsten stört es im Bild nicht weiter. Darüber hinaus bietet der Sucher eine Bildumkehrfunktion und drei verschiedene Farbtemperaturen (5.600 K, 6.500 K (Standard) oder 9.300 K). Alle diese Einstellungen erfolgen über von Gummis abgedeckte Dipschalter. In der Praxis sehr sinnvoll ist, dass man sich über abgedeckte Stellschrauben eine Preset-Einstellung selbst abspeichern kann: so kommt man immer schnell auf die eigene Einstellung zurück (auch wenn der Kollege vorher die Einstellungen total “verdreht” hat). Ein IR-Sperrfilter, ein Polfilter und ein Spezielmechanismus helfen, das LCD-Panel bei direkter Sonneneinstrahlung in den Sucher – in gewissen Grenzen – vor der Zerstörung zu schützen.
Hier gibt es nähere Infos und unter “Manuals” auch das Benutzerhandbuch. Und auch wenn die PDW-700 unter den “kompatiblen Produkten” nicht aufgeführt ist: der Sucher paßt.

Ihr habt es schon geahnt: meine klare Empfehlung geht zum HDVF-C30WR: ich habe mich für das gute Stück entschieden – schließlich schaut man einen großen Teil seines Berufslebens in so einen Sucher, da ist das Beste gerade gut genug (wenn auch ein teurer Spaß: die Halterung fürs Mikro kostet ca. 300 € extra, ein (wunderbar kurzes)  Stereomikro aus dem Ersatzteil-Lager von Sony nochmal rund 1.000 €).

Ups, schon wieder ein Firmware-Update für PDW-700 und PDW-F800: 1.54

31. Dezember 2009

Da hat Sony wohl ein paar kleine Bugs in die letzte Firmware-Version 1.53 eingebaut – die neue Firmware 1.54 (es gibt sie hier) soll sie beheben:  zum einen wird ein Problem im Zusammenspiel mit der Fujinon-Optik HA16×6.3 behoben: wenn sich Blende, Focus und Zoom in einer bestimmten Position befanden, wurde die chromatische Aberration im Sucher sichtbar überkompensiert. Und dann gab es noch ein Problem, wenn die Kamera mit “DCC off” angeschaltet wurde: dann schrumpfte der Dynamikumfang von 300% (mit zwei Kniepunkten) auf 250% (mit nur einem Kniepunkt). Also, rasch das Update aufspielen…wie das geht? Das steht (leider nur) im Service-Manual im Kapitel 1-11-2 (hier ein Auszug) oder hier (ohne Gewähr!):

- Am einfachsten kopiert man die entpackte Datei “Garland-pdw-700-s1-1540.pkg” auf einen USB-Stick ins Hauptverzeichnis.
- Sicherheitshalber das geladene ALL FILE auf einem Memorystick sichern.
- Dann die Kamera an Netzstrom hängen (wichtig!) und alle Kabel, Memorysticks und Discs vom/aus dem Camcorder entfernen und die Kamera ausschalten.
- Kamera auf Standby stellen (VDR-Schalter).
- Den Tally anschalten.
- Jetzt den USB-Stick reinstecken und die Kamera anmachen, indem man gleichzeitig 3 Knöpfe drückt: REC START, MENU (gemeint ist der Dreh/Druckknopf) und POWER ON.
- Nach ca. 30 sek. blinkt der Tally nicht mehr 4x pro sek. sondern nur noch 1x und der Update-Prozess beginnt. Das ganze dauert ca. 20 min. In dieser Zeit nichts am Camcorder verändern! Im Sucher bzw. auf dem Display läßt sich der Vorgang überwachen, das Ende wird ebenfalls angezeigt.
- Dann den Camcorder ausschalten und wieder anschalten (In den Release-Notes steht auf Seite 3, welchen Software-Stand das Diagnose-Menu des Camcorders auf den Seiten D03 bis D05 anzeigen sollte).

Neue Firmware-Version 1.53 für PDW-700 und PDW-F800

22. November 2009

Sony hat eine neue Firmware für die beiden XDCAM HD422-Camcorder herausgebracht. Sie läßt sich selbst in ca. 20 min. vom USB-Stick oder per Ethernet installieren. Hier geht es zum “Package V1.53″ der PDW-700 auf der Sony Support-Seite. Was sich genau ändert (diesmal sind es Nachbesserungen bzgl. der Stabilität sowie Bugfixes), kann man hier nachlesen (aus der Sony Knowledgebase). Persönlich hoffe ich, dass der Betrieb von USB-Sticks zum Aufnehmen der Proxies jetzt keine Probleme mehr macht: meine eigesetzten Delock USB-Sticks (s.u.) gaben nämlich beide den Geist auf (sie wurden nicht mehr erkannt – weder am Camcorder noch am PC). Noch ist nicht geklärt, ob der Fehler an den USB-Sticks selbst oder an der PDW-700 lag. Vielleicht klappt’s ja jetzt…

Mac: OS X 10.6 (Snow Leopard) und XDCAM, Windows: 64bit VISTA und XDCAM

3. September 2009

Heute vormittag war ich bei einer Infoveranstaltung über das neue Final Cut Studio 3 mit Petter Patten bei Wellen und Noethen in Köln. Dabei kam die Frage auf, ob das brandneue “Snow Leopard” – Betriebssystem OS X 10.6 in Verbindung mit Final Cut Pro und XDCAM problemlos funktioniert. Das ist laut Patten leider (noch) nicht der Fall! Offenbar ist der neueste SONY-Treiber noch nicht in der Lage, fehlerfrei mit dem 64 bit-Betriebssystem zu kommunizieren (mit 10.5 bzw. “Leopard” funktioniert alles problemlos). Ich kann das mangels eigenem Mac leider selbst nicht ausprobieren, ich bitte um Feedback  (Link zum Download der Sony Software PDZK-P1 (XDCAM Transfer Package V2.10.0 + FAM Driver V2.2.0 für Mac – momentan erscheint dort eine Version 2.8.0 als die neueste. Klickt man darauf und klickt zwei mal ganz unten unter “PDZK-P1″ auf das Downloadfile, erscheint dann auch die neueste Version 2.10.0 zum Download – seltsam)). In diversen Foren (z.B. hier) gibt es auch diesbezügliche Diskussionen.

Dagegen scheint XDCAM-Software unter der 64bit-Version von Windows Vista jetzt zu laufen: hier gibt es einen Download mit dem entsprechenden “64-bit Windows Vista FAM Driver V2.20″. Hat es schon mal jemand ausprobiert?

Neue Firmware-Version 1.51 für PDW-700, PDW-F800 und PDW-HD 1500

4. August 2009

Auf der deutschen Support-Seite von Sony (Link) gibt es jetzt die neueste Firmware 1.51 für die Camcorder PDW-700 und PDW-F800 zum Herunterladen. In dem ZIP-Archiv ist auch eine Anleitung enthalten, wie das Update installiert wird (bei mir hat per USB-Stick alles tadellos geklappt – die Hinweise müssen aber alle genauestens beachtet werden, v.a. muß die Kamera am Netzstrom hängen!). Dort ist auch nachzulesen, was das Update an Neuigkeiten bringt.
Die beste: jetzt können die Proxy-Files auch auf einen eingesteckten USB-Stick geschrieben werden (ich habe mir dazu bei Reichelt Elektronik einen extrem flachen Delock Nano 8GB-USB-Stick besorgt). Pro Disc werden ca. 650 MB benötigt, d.h. die Proxies von 12 Discs sollten auf einen 8GB-Stick passen. Das Beschreiben des Sticks kann bereits während der Aufnahmen stattfinden (dazu im Operation Menü auf Seite 30 “Memory Rec” auf “ENABL” stellen) oder die Proxies können später einzeln oder alle auf einmal von der Disc kopiert werden.

USB-Stick

Delock USB-Stick in Aktion

Einige Neuerungen sind hingegen eher aus der Kategorie “technisch machbar”, bringen aber in der Praxis nicht so viel (z.B. Multiformat-Recording auf einer Disc: wenn die Abspielgeräte nicht den neuesten Update-Stand haben, ist Chaos vorprogrammiert).
Die PDW-700 kann jetzt mit der neuen Software und einigen tausend Euros mit einer 23.98p-Option aufgerüstet werden. Allerdings wird dabei auch Hardware ersetzt (neuer Taktgeber – teuer). Dann ist bei Bedarf des 23.98p-Modus eine F800 die klügere Wahl.
Die neue “ATW Hold“- Funktion ist hingegen sinnvoll: der automatische Weißabgleich-Modus kann am Ende auf seinem letzten Wert fixiert werden (wenn der White Balance-Hebel auf A oder B steht).
Den (eher lauten) Lüfter kann man jetzt in verschiedenen Abstufungen gefahrlos drosseln: entweder wird die Drehzahl nur beim Aufnehmen reduziert oder so weit es halt geht und nichts zerstört wird. Nachteil dieser beiden Modi (die ja sinnvoll erscheinen): im Sucher erscheint riesig das Wort “FAN” links im oberen Drittel (das habe ich noch nicht wegbekommen)! Oder der Lüfter steht wie gehabt auf “Auto” (allerdings frage ich mich, warum er dann so drehzahlstark arbeiten muß und was dann eigentlich “Auto”-gesteuert wird).
Sinnvoll im Recorder-Teil: im “Single Clip Mode” wird nur der angewählte Clip abgespielt (und nicht dieser Clip UND alle folgenden).
Ebenfalls im ZIP-Archiv des Firmware-Updates (und seltsamerweise auch nur dort) enthalten: das neueste Manual (Release 3) für die PDW-700 UND die PDW-F800. Sehr lesenswert, mit vielen neuen Details, z.B. den FTP-Modus betreffend.

Ebenfalls neu:  eine neue PDZ-Proxy Browsing Software (2.6 und FAM-Treiber 2.2) sowie der neue XDCAM-Viewer PDZ-VX10 (2.3). Und eine Sammlung von 32 interessanten “Scene Files“, die per Memory Stick in einen der fünf Speicherplätze der Kamera geladen werden können.

Hypergamma

30. Juni 2009

Seit der Firmwareversion 1.2 verfügt auch der Camcorder PDW-700 über “Hypergamma”. Hinter dem etwas bombastischen Begriff  verbirgt sich eine überaus sinnvolle Funktion, die Sony auf seiner Webseite wie folgt erklärt: “Bei HyperGamma handelt es sich um eine Reihe neuer Gammakurven, die speziell dazu entwickelt wurden, um den Belichtungsspielraum der Kamera zu maximieren und das insbesondere in Spitzlichtbereichen. Hierzu verleiht es der Gammakorrekturbahn eine parabolförmige Kurve, so dass der hohe Dynamikbereich der CCDs von Sony in der endgültigen Aufnahme genutzt werden kann, ohne dass der Kameramann die Einstellungen der Kamera ändern muss. Aufgrund dieser Funktionsweise ist kein Knee erforderlich, wodurch der nicht-lineare Teil der Transfereigenschaften verschwindet, da HyperGamma eine vollkommen gleichmäßige Kurve bildet. Damit werden alle Probleme ausgeräumt, die durch die Nicht-Linearität vor allem bei Hauttönen auftreten. Zudem wird der Dynamikbereich in einem Schritt verbessert.” Der Erklärung auf der Sony-Seite stellt die Funktion ganz gut vor:

Link zur Sony-Seite “Hypergamma”

Ich habe Hypergamma im Modus 2 (für TV, mit bestmöglicher Spitzlichtverarbeitung) ausprobiert und bin von dem riesigen Kontrastumfang – rund 11 Blenden (!) – begeistert. Das ist genau das, was wir Kameraleute uns schon immer gewünscht haben. In der “Post” wird dann der Kontrast der Szene entsprechend optimiert (dieser Schritt ist allerdings unabdingbar). Meine ersten Erfahrungen habe ich bei mittaglichem Sonnenscheinen mit sehr hohen Kontrasten gesammelt und bin erstaunt, dass ich kaum die Blende zwischen Licht- und Schattenbereichen verändern mußte.
Im Menü findet man den entsprechenden Eintrag  auf der Seite P04 (im Paint-Menü): unter “Gamma Table” wählt man “HG” für Hypergamma und unter “Gamma Table (HG)” den Modus 1 bis 4. Die Gammakurve ist dann so flach, dass die DCC-Funktion (“Dynamic Contrast Control” – einzustellen am Output-Wahlschalter, das ist der Schalter, mit dem man auch den Farbbalken einschaltet) deaktiviert wird.

Kleiner Hinweis: wer gewohnt ist, mit einem Zebra über 100% zu drehen, wird sich wundern, dass im Hypergamma-Modus 2 das Zebra nicht zu sehen ist. Der Grund liegt auf der Hand: in diesem Modus wird bei 100% der Signalpegel abgeschnitten, der Zebra-Wert also nie erreicht. Lösung: das Zebra auf 100% einstellen, und schon ist es wieder da.

Und jetzt bin ich gespannt auf eure Erfahrungen.

Sinnvoll: Arbeiten mit “Clip Titel”

21. Mai 2009

Um später beim Schnitt kein Dateinamen-Chaos zu veranstalten, empfiehlt sich im Workflow mit XDCAM bereits bei der Aufnahme die Vergabe von Clip Titeln. D.h., außer Auflagemaß, Aufzeichnungsformatwahl, Lensfile und Schwarzabgleich sollte vor Drehbeginn jedem Projekt ein eindeutiger Clip-Name zugewiesen  werden. Bei der PDW-700 findet sich der entsprechende Menüeintrag auf Seite 27 im Operation-Menu. Hier sollte “Title” auf “Enable” stehen. Im Punkt “Prefix” gibt man einen Titel ein, z.B. “Tierarzt” ein. Im Punkt “Clear Numeric” kann man den numerischen Teil des Clipnamens (also z.B. Tierarzt00234) wieder auf 00001 stellen (ansonsten werden die Clips durchnummeriert, fortlaufend auch auf verschiedenen Discs – sehr praktisch bei längeren Projekten). Unter “Numeric” kann dieser Anfangswert auch manuell zugewiesen werden (wenn z.B. nach mehreren Tagen Drehpause ein Projekt fortgesetzt werden soll). Verschiedene Prefix-Namen kann man auch vorher in einer Txt-Datei auf dem Computer erstellen und laden (unter dem Punkt “Load Prefix Data”) . Unter “Select Prefix” kann man sie dann bequem anwählen und einlesen. Die Textdatei (einfach die verschiedenen Titel in mehreren Zeilen in eine Txt-Datei speichern) wird per Computer ins Memory-Stick-Verzeichnis “\\MSSONY\PRO\XDCAM\VAL_LIST ” kopiert.
Will man auch die File-Namen in der Art “Tierarzt00345.MXF” vorliegen haben (empfehlenswert), sollte auf Seite 28 im Operation-Menu der Punkt “Naming Form” auf “Free” stehen und “Auto Naming” auf “Title”. Dann sind File- und Clipnamen identisch.